Beratungsstelle für lateinamerikanische Frauen

Inhalt

Kontakt

Kettenbrückengasse 15/II/4

1050 Wien

Beratungstelefon: +43.1.5811880

Psychologische Beratung / mobil: +43.664.9764509

Fax: +43.1.5811881-14

E-Mail: beratung@lefoe.at

Kontaktperson

Ana Maria Garza

Telefonische Beratung und Terminvereinbarung

Mo, Di, Mi, Fr: 13:00 bis 15:00 Uhr

Beratungszeiten

Zielgruppen

  • Migrantinnen aus lateinamerikanischen Ländern und deren Familien
  • Migrantinnen aus Ländern mit spanischen und portugiesischen Landessprachen

Sprachen

  • Spanisch,
  • Portugiesisch,
  • Englisch,
  • Deutsch

Konzept

Empowerment durch Wissen und Information

LEFÖ unterstützt und begleitet Frauen im Migrationsprozess, damit sie ihre Rechte als Frauen und Migrantinnen autonom und selbständig durchsetzen können. Die Arbeit zielt darauf ab, sie in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken und ihnen Werkzeuge in die Hand zu geben, um unabhängig Entscheidungen zu treffen und aktiv in der Gesellschaft partizipieren zu können.

Die Beratungen sind ganzheitlich, muttersprachlich, qualifiziert und unbürokratisch, um differenziert und effizient auf die vielfältigen Lebenssituationen von Migrantinnen eingehen zu können. Die Beratungen, ergänzt durch Begleitungen und andere Präventions- und Unterstützungsangebote, werden von einem multidisziplinären Team durchgeführt. Die Beratungen sind kostenlos und anonym.

Angebot

Sozialrechtliche Beratung

Die sozialrechtliche Beratung bildet die erste Ebene der Beratungstätigkeit. Diese Art der Beratung reicht von einmaligen telefonischen Beratungen bis hin zu längerfristigen persönlichen Beratungen und Betreuungen, je nach Bedarf und angepasst an die Situation, in der sich die Frau befindet.

Die verschiedenen Formen der Beratung entsprechen den unterschiedlichen Notwendigkeiten und Problemstellungen und reichen von konkreten Informationen z.B. über fremdenrechtliche Fragen bis zu intensiver Beratung und Betreuung in bestimmten Abschnitten des Migrationsprozesses.

Bei Fragestellungen, die einer anderen tiefen Spezialisierung bedürfen, können die Frauen Termine für eine psychologische, medizinische oder juristische Beratung vereinbaren. Auch Online-Beratung ist möglich.

Rechtliche, soziale und medizinische Beratung im Rahmen der Familienberatungsstelle

Im Bereich Familienberatung bietet LEFÖ Unterstützung in sozialen, gesundheitlichen und juristischen Belangen in Zusammenhang mit familiären Fragen und Problemstellungen.
Soziale Beratung wird in folgenden Bereichen angefordert: Konflikte in bikulturellen Partnerschaften (meist zwischen einer lateinamerikanischen Partnerin und einem österreichischen Partner), andere interkulturelle Konflikte, Abhängigkeiten in der Ehe, Folgen einer Trennung/Scheidung, Generationen-Konflikt, Bildungs- und Arbeitssituationen.

In der juristischen Beratung sind die häufigsten Themen im Bereich Ehe- und Familienrecht, Aufenthalts- und Niederlassungsgesetz und Arbeitsrecht.

In der medizinischen Beratung werden Anfragen zu psychosomatischen Beschwerden, zu Kinderkrankheiten, Schwangerschaft und Verhütung besprochen und behandelt. Vernetzung und Vermittlung zu spezifischen Gesundheitseinrichtungen spielen dabei eine große Rolle.

Psychologische Beratung

Frauen, die durch ihren Migrationsprozess an psychischen Problemen leiden und/oder mit Gewaltsituationen konfrontiert sind, sowie sich in psychosozialen Krisen oder in Trauerprozessen befinden, können sich an die psychologische Beraterin wenden.

Die psychologische Beratung ist zeitlich und inhaltlich begrenzt, frauenspezifische Ansätze werden angewendet. Die Beratung ist im „Hier und Jetzt“ orientiert, klärend, stützend, führend, symptomorientiert und zeitlich abgesteckt.

Die Art der Beratung und die Sitzungsfrequenz sind variabel. Sie werden zusammen mit den Frauen vereinbart, angepasst an die Problematik und die individuelle Situation.

In der Beratung werden Methoden aus verschiedenen Richtungen der Psychologie angewendet: Krisenintervention, Ansätze aus der Gestalttherapie und der KlientInnenzentrierten Psychologie, psychoanalytische Techniken, sowie Körperarbeit und Atemtechniken. Spezielle Methoden und Techniken kommen gezielt auch in der Arbeit mit Frauen, die Betroffene von Gewalt sind, zum Einsatz.

Die psychologische Beratung in LEFÖ wird durch Informationsabende, Workshops, Begleitungen und telefonische Beratungen erweitert.

Rechtliche Informationen

Die thematischen Schwerpunkte in den Beratungen werden hauptsächlich durch das Fremdengesetz, durch das Familiengesetz und dem Gewaltschutzgesetz geregelt.

Fremdengesetz

Detaillierte Informationen finden Sie auf der Webseite des Beratungszentrums für Migrantinnen und Migranten (Wien).

Familiengesetz

Einen Schwerpunkt in der Familienberatung stellt der Themenbereich Scheidung dar, der im Familiengesetz geregelt wird. Hier einige Basisinformationen (pdf, 224 KB).

Gewaltschutzgesetz

Die Wiener Interventionsstelle hat gemeinsam mit dem AÖF - Verein Autonomer Österreichischer Frauenhäuser eine Gewaltschutzbroschüre herausgegeben. Sie enthält die wichtigsten Informationen zu Schutz vor Gewalt wie rechtliche Grundlagen und Kontaktadressen von Hilfseinrichtungen.

Informationsmaterialien

Veranstaltungen

Informationsabend am 17. Mai 2013

Um über das Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz, dem aktuellen Staatsbürgerschaftsgesetz, dem österreichischen Familienrecht und dem Gewaltschutzgesetz zu informieren, findet am 17. Mai, ab 17.00 Uhr in LEFÖ ein Informationsabend für spanisch-sprechende Frauen statt. Anmeldung und weitere Informationen unter beratung@lefoe.at oder telefonisch unter +43.1.5811880.

2011

Informationsabend am 3. Juni 2011

Die Weitergabe von relevanten Informationen an Klientinnen ist ein wichtiger Teil der Beratungsarbeit. So ging es bei diesem Informationsabend um das Kennen und Einfordern bzw. Umsetzen von Rechten und Pflichten. Wichtigstes Thema war das Fremdenrecht und seine Neuerungen, da viele der Migrantinnen von den Änderungen betroffen sind und diese in der Öffentlichkeit unzureichend kommuniziert werden. Besonderes Augenmerk lag hierbei bei den geforderten Deutschkenntnissen, Arbeitsmöglichkeiten für Studierende und der Rot-Weiß-Rot (plus) Karte. Weiters wurde das Gewaltschutzgesetz thematisiert und hierin die Umsetzbarkeit für die Frauen, deren Möglichkeiten und Schwierigkeiten. Neben Input-Referaten gab es die Möglichkeit über wichtige Aspekte zu diskutieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Es nahmen 17 Frauen an dem Informationsabend teil.

 

Workshop im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen - 3. Dezember 2011

Im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen 2011 wurde im Dezember ein Workshop zum Thema „Gewalt und Selbstachtung“ veranstaltet. Es nahmen sieben Frauen an diesem Workshop teil. Zentrales Thema des Workshops war die Sensibilisierung für Mechanismen, die Gewalt gegen Frauen verursachen. Es wurde über Prävention von Gewalt gesprochen und dabei auch die Auswirkungen von Gewalt thematisiert. Der Workshop bot Raum individuelle sowie kollektive Ressourcen zu reflektieren, verschiedene Bewältigungsstrategien zu entdecken und gleichzeitig das Selbstbewusstsein zu stärken. Des Weiteren wurden die positiven Eigenschaften und Qualifikationen der einzelnen Frauen erkannt und bekräftigt. Am Ende der Veranstaltung konnte jede Frau ein „Geschenk“, welches ihre positiven Eigenschaften hervorhebt, zur Stärkung mitnehmen, welches gemeinsam mit den anderen Teilnehmenden gestaltet wurde. 

 

Workshop am 21. Oktober 2011

Des Weiteren wurde im Oktober ein Workshop zum Thema „Entspannung und Atmung“ veranstaltet. Aufgrund der großen Belastungen, denen die Frauen ausgesetzt sind, erachteten wir es als besonders wichtig auf die Bedürfnisse der Frauen einzugehen, und ihnen die Möglichkeit zu geben in einem geschützten Rahmen verschiedene Entspannungs- und Atmungsübungen auszuprobieren bzw. zu verfestigen, um diese auch zu Hause auszuüben und sich dadurch zu stärken. Der Workshop setzte sich aus den drei Teilen Bauchatmung, Tiefe Muskelentspannung und „Gelenkter Imagination“ zusammen.

2010

Workshop im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Am 26. November 2010 fand in LEFÖ ein Workshop für Lateinamerikanerinnen statt zum Thema „Prävention, Sensibilisierung und Erkennen von Gewalt gegen Frauen“.

TARDE INFORMATIVA - Informationsabend am 27. Mai 2010

Aufgrund der großen Nachfrage wurde im Mai ein Informationsabend für die Frauen veranstaltet, die zu LEFÖ in die Beratungsstelle kommen. Der Einladung folgten 46 Frauen. Wichtigstes Thema war das Fremdenrecht und seine Neuerungen sowie das Gewaltschutzgesetz. Der Abend wurde in drei Teile gegliedert: thematische und methodologische Aufbereitung der Gesetze, Fragen und Antworten in einem Raum für Diskussionen. Alle schriftlichen Unterlagen wurden in spanischer Sprache verfasst und verteilt. Der Informationsabend klang mit einem Buffet aus.

2009

TALLER - Workshop am 11.Dezember 2009

Im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen fand im Dezember ein Workshop für die Frauen statt, die die Beratung in LEFÖ in Anspruch nehmen. Unter dem Titel "Strukturelle Gewalt und deren Auswirkungen in Migrations- und Identitätsprozessen" setzten sich 18 Frauen mit dem Thema in Bezug auf ihre persönlichen Lebensgeschichten auseinander.

 

TALLER - Workshop am 26. Juni 2009

Im Juni 2009 fand ein Workshop zum Thema “Strukturelle Gewalt und Migration” statt. Inhaltliche Inputs, Austausch und Reflexionen, sowie die szenische Darstellung einer möglichen Auflösung von Gewaltsituationen bildeten wesentliche Elemente dieses Workshops. Es nahmen 25 Frauen an diesem Workshop teil.

 

TARDE INFORMATIVA - Informationsabend am 14. Mai 2009

Bei einem Informationsabend im Mai 2009 wurden die Bereiche Aufenthaltsrecht, Staatsbürgerschaft, Gewaltschutzgesetz und Scheidung thematisch und methodologisch aufbereitet. Dabei gab es die Möglichkeit, Fragen zu stellen, mit den anderen Teilnehmerinnen zu diskutieren und sich an einem kleinen Buffet zu stärken. Der Einladung zum Informationsabend folgten 53 Frauen.