Am 10. September war LEFÖ bei der Podiumsdiskussion auf dem Campus der Universität Wien anwesend, die vom Gewaltschutzzentrum Wien organisiert und moderiert wurde. Das Podium war mit Expert*innen aus den Bereichen Journalismus, Gewaltschutz, Medien und Politikwissenschaft besetzt, um Fragen rund um das Thema zu beantworten und zu diskutieren: Wie wird in den österreichischen Medien über geschlechtsspezifische Gewalt berichtet, was muss sich ändern, und welche Verantwortung haben die Medien gegenüber der Gesellschaft und dem Publikum?
Die intensive Podiumsdiskussion hob die Missstände der aktuellen medialen Berichterstattung über geschlechtsspezifische Gewalt an Frauen* hervor, insbesondere im Kontext von sexualisierter Gewalt. Eines der wichtigsten Themen der Diskussion war die Häufigkeit sowie der Detailgrad und die Menge an Informationen in der Berichterstattung. Zum Abschluss der Diskussion wurde die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Medien und Gewaltschutzeinrichtungen hervorgehoben.
Eines ist klar: Die Medien haben die Verantwortung, die Gesellschaft nicht nur zu informieren, sondern auch zu bilden, da vor allem die hohe Anzahl an Femiziden ein demokratiepolitisches Problem aufzeigt, und das ist durch eine sensationalistische Art der Berichterstattung, besonders im Kontext von Gewalt, nicht möglich.