Verein LEFÖ hatte die Freude, am zweitägigen Stakeholder-Workshop teilzunehmen, der von Viena Latina im Frida-Kahlo-Saal des Österreichischen Lateinamerika-Instituts am 28. und 29. Mai organisiert und ausgerichtet wurde. Die zweitägige Veranstaltung unter dem Titel „Migration in Europa: Erfahrungen im Dialog“ hatte das Ziel, die Projektergebnisse von Viena Latina mit seinen zivilgesellschaftlichen Partner*innen zu diskutieren, die an einem Dialog über Migration in Wien teilnehmen wollten. Gemeinsam diskutierten Verein LEFÖ und Vertreter*innen anderer Organisationen über die Zukunft von Viena Latina, über mögliche zukünftige Allianzen und Strategien zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen, von Migrantinnen*organisationen bis hin zu Schulen und Organisationen, die Deutschkurse anbieten, um die positiven Aspekte des österreichischen Integrationssystems herauszuarbeiten, Wege zu finden, diese zu stärken, und gleichzeitig die negativen Praktiken der österreichischen gesellschaftspolitischen Infrastruktur zu benennen, um Methoden zu entwickeln, mit denen die Zivilgesellschaft die Themen Integration, Migration und Gemeinschaftsbildung aktiv mitgestalten kann.
Der zweitägige Workshop stellte das Ziel von Viena Latina vor: Das Projekt entstand als partizipatives Vorhaben mit dem Anspruch, die Geschichte und das Gedächtnis der lateinamerikanischen und karibischen Migration in Wien sichtbar zu machen, durch vier Methoden: Oral History, Photovoice, Stadtspaziergänge, den Aufbau eines virtuellen Archivs sowie Community-Mobilisierung, um vielfältige Migrationserfahrungen zu dokumentieren. So entsteht ein facettenreiches Bild der lateinamerikanischen Einwanderung.
Auch wenn einige der im Workshop diskutierten Erfahrungen und Ergebnisse ein düsteres Bild der gegenwärtigen Weltlage zeichneten, war die gesamte Veranstaltung von einem tiefen Gefühl der Solidarität getragen, geboren aus einem Raum voller Menschen, die jeden Tag daran arbeiten, das vielschichtige und interkulturelle kulturelle Erbe Wiens sichtbar zu machen, das durch die vielen gelebten Erfahrungen der Migrant*innen entsteht, die diese Stadt prägen. Mindmaps wurden gezeichnet, Debatten über tief verwurzelte gesellschaftliche Probleme geführt, und zugleich hoffnungsvolle Horizonte für die Zukunft entworfen.








